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Autor *Thema: Der weg zur Regenbogenbrücke/OP pro & contra  (Gelesen 3547 mal)
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amontiamo
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« Antworten #15 am: 23. Juli 2010, 12:12:13 »

ein op versicherung übernimmt aber nur die op kosten, keine voruntersuchungen, keine nachuntersuchungen, keine medikamente......aber ich will dich ja nicht beunruhigen!



es gibt ja nicht nur koliken, wobei man blitzschnell handeln muss, sondern auch brüche!

wenn ein bruch operabel ist, müsste ein pferd viele monate(evtl. in gurten hängend)teilweise ruhiggestellt mit geringer futterversorgung ausharren.
auch das käme für mich nicht in frage!
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dina09
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« Antworten #16 am: 23. Juli 2010, 12:18:38 »

Lieben heißt auch gehen lassen.

Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist ein Tier gehen zu lassen, muß jeder für sich selber und mit sich selber ausmachen. Da kann einem keiner bei helfen. Meine Oldies werden auch nur in der Waagerechten ihre Wiese verlassen aber große OP's würde ich ihnen nicht mehr zumuten. Wie einige schon geschrieben haben muß man auch immer das Alter, den Allgemeinzustand im Hinterstübchen halten. Der finanzielle Aspekte ist dabei natürlich auch nicht außer Acht zu lassen.

Wir mußten schon zwei Pferde gehen lassen. Einer hatte einen Trümmerbruch und da war einfach nichts mehr zu flicken. Es war ein Vollblüter und auch wenn er die OP verknust hätte und es operabel gewesen wäre, es wäre die reinste Tortu danach gewesen. Das zweite Pferd hatte eine derart starke Kolik, dass der Doc ihr nicht mehr helfen konnte. Ein Verladen war schier unmöglich obwohl wir SOFORT den Doc dabei hatten. Auch sie mußten wir gehen lassen, dabei war sie gerade mal 2 1/2 Jahre jung.

Es ist immer eine schwierige Entscheidung aber an 1. Stelle sollten die Belange des Tiers stehen und nicht die Gefühle der Besitzer!!
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Tommy
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« Antworten #17 am: 23. Juli 2010, 22:22:44 »

Wir haben eine OP-Versicherung abgeschlossen, damit wir in keine Gewissenskonflikte kommen. Wobei wir natürlich die Grenze da ziehen, wo es den Pferden nicht mehr hilft.
Nachdem wir vor einem halben Jahr nur knapp an einer Kolik-OP vorbeigekommen sind, haben wir uns  abgesichert.
Und wir haben uns auch untereinander abgesprochen, was wir uns finanziell zumuten wollen. Klingt erst mal recht rational, aber wenn man in eine solche Extremsituation kommt, ist der Verstand ja meist blockiert.
Und bevor wir uns gegenseitig Vorwürfe machen, was man hätte tun sollen oder besser auch nicht, ist eine klare Absprache ganz ratsam.
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Kleine Pferde, kleine Sorgen. Große Pferde, große Sorgen.


tuc
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« Antworten #18 am: 24. Juli 2010, 07:53:54 »


Ich finde es besser wenn man sich vorher Gedanken macht .Bei mir ist es aber garnicht so das Geld worüber ich mir Gedanken gemacht habe ,sondern die Nachbehandlungen und der ganze Stress der auf einen zukommt .Ich hatte ja schon mehrfach lange Ausfälle bei meiner Stute ,die zum Glück nicht mit allzu starken Schmerzen verbunden waren ,aber viel Stress (Einzelhaft über Monate ,Spritzen , Verbände etc....)und viel Geld .
Das waren "nur " Reheschübe und Sehnenverletzungen ,einmal hatte der Norweger eine so schlimme Augenentzündung ...das zog sich über 12 Wochen .Da war aber nie die Frage ob wir sie gehen lassen .Weil es meiner Meinung nach für die Pferde erträglich war .

Wenn ich mir aber denke, das Pferd muss fixiert werden oder nach einer Bauch-OP Schockiert ,was  die Tiere da durchmachen müssen ,das möchte ich einfach nicht .

LG TUC
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erfa-30
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« Antworten #19 am: 24. Juli 2010, 11:51:02 »

Also ich fand nun nicht, das die Stute meiner Freundin damals nach der OP sehr gelitten hat....
Sie stand nie allein in der Box, wir haben immer 2 Pferde mit drin gelassen, und das immer gewechselt.
Sie durfte täglich ein paar Schritte draußen gehen, und die Wundversorgung fand ich nicht unbedingt so schlimm,
das ich mich gegen so eine OP entschieden hätte.
Von den Schmerzen her, wurde die Stute ja auch tierärztlich versorgt, und ein Hufrehepferd beim Schub
hat meiner Meinung nach nicht weniger zu leiden.

Ich würde mich bei meinem Pony für die OP entscheiden, aber das liegt ja auch immer im eigenen ermessen.
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Der Ferd had fier beiner, an jede seite einer,
und hatt er mal keiner,
umfallt.
Der Ferd kratzete mit die Forderhüfe
und machtete Pippi.
Der Ferd sprunktete über den Huhn sein Haus. Da hat der Fert gelacht.
Da packtete der Huhn der Ferd bei die Öhren und galopptete dafon

Schon immer etwas anders


Nakema
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« Antworten #20 am: 13. Juni 2019, 10:01:20 »

Da sind ja nun schon wieder einige Jahre ins Land gegangen, seit wir hier über OP ja oder nein gesprochen/geschrieben haben. Aber meine Meinung dazu hat sich nicht geändert...
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Guinness
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« Antworten #21 am: 13. Juni 2019, 10:44:42 »

..bin erstaunt dass einige rigoros gegen Kolik OPs sind. Guinness hatte ja vor ca. 15 Jahren eine, aufgrund einer Sandkolik. Ich hatte nicht das Gefühl dass er nach der OP gelitten hat und er hatte nie mehr eine sandkolik... - mittlerweile ist er 27, wird immer noch geritten und erfreut sich seines Lebens...
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*Iris*
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« Antworten #22 am: 13. Juni 2019, 22:28:12 »

Beim jungen Pferd käme für mich eine Op in Frage.
Bei Puschel jetzt mit 20 käme f0r mich zumindest eine Kolik Öl nicht mehr in Frage.
Andere Dinge, wie Auge oder Zähne jedoch schon.
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erfa-30
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« Antworten #23 am: 14. Juni 2019, 12:10:26 »

Das sehe ich z.B. anders, ein Pferd ist mit 20 in der Blüte seines Lebens...naja wenn es denn fit ist und nicht mit so vielen anderen Krankheiten zu kämpfen hat, das jetzt mal vorausgesetzt.
Da würde ich mein 20jähriges Pferd durchaus noch operieren lassen. Aber das kommt auch wieder individuell auf jedes Pferd an  Smiley
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*Iris*
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« Antworten #24 am: 17. Juni 2019, 10:49:48 »

Da Stimme ich dir zu. Puschel hat allerdings auf beiden Hinterbeinen Spat, vorne links Krongelenks und Hufgelenkarthrose, kaum noch Zähne und im einzigen bein vorne rechts was wir noch nie geröntgt haben bestimmt auch Arthrose.
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Melanie
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« Antworten #25 am: 24. Juni 2019, 14:27:23 »

Das würde ich immer individuell entscheiden. Das eine Pferd ist mit Mitte 20 noch fit wie ein Turnschuh, während andere mit 15 schon ziemlich "kaputt" sind. Entscheidend ist für mich Lebensqualität, nicht -quantität.
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Besser auf neuen Wegen etwas stolpern, als auf alten Pfaden auf der Stelle treten.


Lazy
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« Antworten #26 am: 25. Juni 2019, 15:48:49 »

Ein Pferd an unserem Stall wurde vor ca. 3 Wochen in Kerken operiert, schwere Kolik. Nach 10 Tagen durfte er wieder nach Hause und war da schon wieder fast so fit wie vorher, er war schneller außer Atem als sonst, aber sonst gut drauf. Das hat sich jetzt aber wieder gelegt.


Nach der OP, soll er sechs Wochen lang Boxenruhe bekommen, ein kleiner Paddock draußen ist auch ok. Kein Stroh, keine Heulage, kein Kraftfutter, dafür Heu, Gras und Mash. Drei mal am Tag eine Tablette für den Magen und er darf zwei mal am Tag 20 Minuten spazieren geführt werden.

Ich finde das für eine Zeit von sechs Wochen überschaubar, auch wenn das mit der Boxenruhe natürlich nicht so toll ist.

Ich würde immer operieren lassen.
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Unisono
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« Antworten #27 am: 04. Juli 2019, 08:16:02 »

Wenn ich die Zeit überdenke glaube ich, die Zahn OP von Unisono war der Anfang vom Ende.

Danach kam fast nur noch Mist.

Wir haben um ihn gekämpft, aber ich hätte ihm auch so einiges ersparen können.

5 Monate Auf und Ab, 5 Monate Bangen, 5 Monate die uns allen Kraft gekostet hat.

Ohne meinen SB und die anderen helfenden Hände hätte ich das nie durchgestanden.

Und im Nachhinein?

Vielleicht wäre es besser gewesen ihn einfach gehen zu lassen, meinen Kämpfer.
Aber der letzte Gang hätte nicht besser verlaufen können.

Man kann es nie vorher sagen.
Man macht, was man fühlt.
Egal ob es richtig oder falsch ist.
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Der Himmel wird erst schön durch ein paar Wolken...
Geboren in Ironien, nahe der sarkastischen Grenze


Kirel
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« Antworten #28 am: 04. Juli 2019, 10:29:59 »

Wenn ich die Wahl hätte zwischen:

- Es ist vermutlich hoffnungslos und wir versuchen es trotzdem, weil es noch eine Option gibt

und

- Vielleicht könnte man noch was machen, aber ich lasse das Tier jetzt besser gehen

ist die Entscheidung für mich sehr einfach. Entscheidend ist doch, dass man beim Tier den Unterschied erkennt zwischen

- Bitte hilf mir

und

- Ich will nicht mehr, lass mich gehen.


(Bei meinem Pferd gibt es vor allem beim Frühstück noch eine dritte Variante:
- Ich habe jetzt alles, du kannst gehen)
« Letzte Änderung: 04. Juli 2019, 10:43:02 von Kirel » Gespeichert

Ich bin so wie ich bin


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Kerha
Die mit dem schwarzen Pony spielt
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« Antworten #29 am: 06. Juli 2019, 13:31:52 »

Ich denke, man muß individuell entscheiden.

Zu den Überlegungen kommt:

Prognose, Allgemeinzustand des Tieres, psychischer Zustand des Pferdes (siehe Kirel: "Hilf mir" oder "Laß mich"), Überschaubarkeit der Krankheitsdauer, finanzielle Belastung (ich habe eine OP-Versicherung), eigenes Bauchgefühl, Schmerzzustände ...

Mein Pony wurde schon 3x vom Tierarzt tot geredet (Sehne, Fraktur, Zungentumor), aber ich habe jeweils anders entschieden und entsprechende Behandlungen eingeleitet bzw. trotzdem operieren lassen.
Inzwischen ist er 24 Jahre alt, wird noch geritten, ist in einem sehr guten Allgemeinzustand (da können sich so einige Gleichaltrige noch eine Scheibe von abschneiden) und ich hoffe auch, daß das noch mindestens 20 Jahre so bleibt. Ich arbeite jedenfalls hart daran ;-)


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Wo ich bin, ist das Chaos, aber ich kann nicht überall sein.
Hauptsache hier: http://www.weltbestespony.jimdo.com
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