Autor Thema: Reitbeteiligung - gibt es sowas noch?  (Gelesen 961 mal)

Offline Nakema

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Reitbeteiligung - gibt es sowas noch?
« am: 04. Februar 2021, 11:59:52 »
Früher als junge Mädels haben wir immer von einem Pflegepferd geträumt. Da ging es uns auch nicht ausschließlich ums Reiten, wir haben uns auch ein Loch über einen "Putz- und Tüddel-Auftrag" gefreut. Dazu haben wir uns auf die Fiets geschwungen und haben an jeder Tür geklingelt, in deren Nähe wir Pferde gesichtet haben.

Gibt es sowas eigentlich noch? Ich muß ganz ehrlich sagen, bei mir hat noch nie jemand gefragt. Also... nicht daß ich sowas haben wollte... aber nicht einmal nachgefragt?

Ich kenne heutzutage nur so professionelle Reitbeteiligungen. Reiten gegen Geld und womöglich noch mit schriftlichem Vertrag.

Wie ist das so bei Euch und warum ist das so?
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Offline Nakema

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Re: Reitbeteiligung - gibt es sowas noch?
« Antwort #1 am: 07. Februar 2021, 10:57:44 »
Ausgestorben.

Nicht vorhanden.

Niemand.

Aha...
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Offline robin

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Re: Reitbeteiligung - gibt es sowas noch?
« Antwort #2 am: 07. Februar 2021, 11:02:50 »
Also wir haben keine RB, es hat aber auch keiner gefragt. Ich fande  es auch schwer jemanden auszusuchen, man muss schon Glück haben jemand zuverlässigen zu finden, der so mit dem Pferd umgeht wie man es haben möchte. Da sind ja auch die Ansprüche bei jedem anders.
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Offline Steffi82

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Re: Reitbeteiligung - gibt es sowas noch?
« Antwort #3 am: 07. Februar 2021, 13:28:11 »
Siggi hat ne super Reitbeteiligung  :hello2: :hello2:
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Offline Nakema

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Re: Reitbeteiligung - gibt es sowas noch?
« Antwort #4 am: 08. Juni 2021, 11:46:56 »
Bei meiner Stallnachbarin hat jemand angefragt, ob er sein Töchterlein nicht mal zum Reiten bringen könnte? Sonst wär datt ja überall arg teuer...

Hömma? Watt stellen die Leute sich da so vor?

1. Können die Blagen doch wohl gefälligst selber fragen kommen, oder etwa nicht?
2. Mögen die Eltern ihre Kinder nicht? Warum fragen die bei Wildfremden und wissen nix über die (womöglich gefährlichen!) Gäule?
3. Kinder vonne Backe geschafft und datt auch noch ohne dafür zu bezahlen? Simma hier bei de Wohlfahrt???
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Offline robin

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Re: Reitbeteiligung - gibt es sowas noch?
« Antwort #5 am: 08. Juni 2021, 13:22:48 »
Kommt bei uns am Stall auch schon mal vor. Wollen nicht bei nem Reitverein  oder einer Reitschule fragen, weil das wäre ja zu teuer. Ein Vater sagte mal zu uns, wir könnten doch froh sein, wenn sein Kind unsere Pferde putzen, betüdeln oder sogar reiten würde. Ey ich kenn die Leute überhaupt nicht.
Mal abgesehen das ich das für meine Pferde garnicht möchte, die sind nicht zur Kinderbelustigung in Coronazeiten und auch sonst nicht gedacht.
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Offline tuc

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Re: Reitbeteiligung - gibt es sowas noch?
« Antwort #6 am: 09. Juni 2021, 07:05:58 »
 
Meine " Reitbeteiligung " ist ja erst fünf Jahre alt und kommt schon seit anderthalb Jahren regelmäßig 😂 mit ihrer Mutter , natürlich .

Für mich wirklich ein Glücksfall , ich glaube für die beiden aber auch .
Ich habe ja jemanden gesucht der mit Rico spazieren geht  , es ist also keine wirkliche Reitbeteiligung  . Und die beiden machen das wirklich toll . Allerdings wollte ich auch kein Geld dafür und die  Stallarbeiten mache ich auch immer alleine .
Ich verlasse mich ungern auf andere  ... die beiden übernehmen oft die mittagsfütterung und wenn der Stall neu eingestreut wird fühlt sich die kleine wie Frau Holle 😂 sie liebt es die Späne zu verteilen  .
Aber immer ohne geste Verpflichtungen von beiden Seiten  .
Ich freue mich einfach wenn Rico nochmal extra Aufmerksamkeit bekommt .
Mittlerweile machen wir auch ein bisschen Reitunterricht , aber in sehr einfacher Form . Erstmal ist sie einfach noch zu jung um die Zusammenhänge sicher zu verstehen und Rico ist auch nicht so belastbar dass man Lektionen erarbeiten könnte .
Trotzdem machen die beiden das ganz toll  , ich nehme sie  15 min an die Longe und wir üben das entspannte sitzen und lockere Haltung . Für die kleine ist das sehr spannend  .
Ich bin sehr froh die beiden gefunden zu haben  .

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Re: Reitbeteiligung - gibt es sowas noch?
« Antwort #7 am: 09. Juni 2021, 18:03:53 »
Ne ich glaube sowas wie Tuc hat ist echt selten und die Pferdemädchen wie wir sie waren gibt es nur noch selten. Ich möchte für mich niemanden am Ponymann haben. Für die anderen Ponys gab es mal welche aber das war ja auch nicht so toll.
Das Leben ist zu kurz um sich über alles Aufzuregen .Wer weis schon was morgen ist ;-)

Offline Steffi82

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Re: Reitbeteiligung - gibt es sowas noch?
« Antwort #8 am: 09. Juni 2021, 19:15:06 »
Bei meiner Stallnachbarin hat jemand angefragt, ob er sein Töchterlein nicht mal zum Reiten bringen könnte? Sonst wär datt ja überall arg teuer...

Hömma? Watt stellen die Leute sich da so vor?

1. Können die Blagen doch wohl gefälligst selber fragen kommen, oder etwa nicht?
2. Mögen die Eltern ihre Kinder nicht? Warum fragen die bei Wildfremden und wissen nix über die (womöglich gefährlichen!) Gäule?
3. Kinder vonne Backe geschafft und datt auch noch ohne dafür zu bezahlen? Simma hier bei de Wohlfahrt???

Als ich damals für Siggi gesucht habe haben sich auch mehrere Leute gemeldt, die sowas suchten. Damals stand Siggi ja noch hier in der Nachbarschaft an nem Stall, an dem Reitunterricht für Kinder angeboten wird. Das war aber allen zu teuer  >:( viele wollten auch nur zum reiten kommen und fragten tatsächlich, ob sie das Pony vorher selbst fertig machen müssten.  :crazy2:

Aber die mühsame Suche hat sich gelohnt, Miriam kommt inzwischen schon 5 Jahre und ich hab noch keinen Tag bereut. Als Siggi damals nach der Kolik OP 2 Wochen in der Klinik war hat sie immer gefragt, ob ich morgens oder abends hin fahre und ist dann auch fast täglich da gewesen, so dass das Pony 2 mal raus kam. Außerdem geht es ihr nicht nur ums reiten, die beiden gehen auch regelmäßig spazieren, machen Bodenarbeit... Wenn der Hufschmied kommt und es bei mir zeitlich eng ist springt sie ein wenn es passt und im Stall hilft sie mir auch super viel  :smitten: :smitten: :smitten:

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Offline Nachtschatten

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Re: Reitbeteiligung - gibt es sowas noch?
« Antwort #9 am: 11. Juli 2021, 20:30:29 »
Bei uns lief das früher auch so.
Jeden Samstagmorgen um 8 Uhr zum benachbarten Stall und wir durften mit dem Besitzer dann die Pferde putzen. Er hat uns sehr viel beigebracht.
Als Belohnung gab es dann einmal im Monat ne Runde am Strick auf der alten Stute die Straße rauf und runter, oder man durfte in die Box reiten (vorsicht ducken!)
Geklingelt haben wir auch, allen Mut zusammen genommen und mit unserem eigenen billigen, pinken Putzkasten brav gefragt, ob wir die Pferde hin und wieder mal pflegen dürften.
Und das Highlight meiner Karriere war dann der Haflingerzüchter bei dem man eben auch ausreiten durfte. Gegen Arbeit und Hilfe am Stall.
Oft genug kamen die Pferde ohne uns zurück.

Nein. Sowas gibt es heute nicht mehr.
Einerseits verlangen wir Pferdebesitzer mittlerweile viel mehr, als süße Mädels die mal ein paar Bürsten schwingen und andererseits ist die neue Generation so gestresst vom 'Leistung bringen' die haben direkt Turnierschleifen im Kopf.
Zumindest scheint es mir so.
Ich muss auch gestehen, ich würde keine Zwölfjährige mit meinem Pferd über die Felder fetzen lassen, so wie ich es früher getan habe.

Ich hatte eine gute Reitbeteiligung. Da hatte ich wirklich nichts zu meckern, wir waren reitertechnisch der perfekte Ausgleich. Sie wollte Vielseitigkeit und Dressur, ich bin meine Ausritte und Distanzen gegangen.
Allerdings kam das Studium un der Umzug dazwischen.

Eine RB käme für mich auch nur noch in Frage, wenn sie mobil und fähig wäre eigenständig einen Hänger zu fahren. Alles andere ist keine Arbeits/Zeiterleichterung, wenn man sie immer irgendwo hin bringen muss. 
„Aus Sonne und Wind, Ihr Götter, habt Ihr ein Pferd gemacht.“